José Jesús Olivetti
José Jesús Olivetti ist ein junger venezolanischer Geiger und Orchesterdirigent, der im renommierten Sistema Nacional de Orquestas y Coros Juveniles e Infantiles de Venezuela (El Sistema) ausgebildet wurde, wo er seine musikalische Laufbahn bereits im Alter von acht Jahren begann. Er studierte Violine bei Savino D’Addona, Rubén Camacho und Francisco Díaz und begann seine Dirigierausbildung bei Tarcísio Barreto. Eine prägende Rolle in seiner künstlerischen Entwicklung spielte der Maestro José Antonio Abreu, von dem er nicht nur im Dirigieren, sondern auch in der Planung und Durchführung von Orchesterprojekten geschult wurde. Seine Ausbildung setzte er in Europa bei renommierten Dirigenten wie Jorma Panula, Colin Metters, Alex Treger und Maurice Hamers fort, wodurch er seine Fähigkeiten im internationalen Orchesterwesen weiter vertiefen konnte.
Olivetti hat an einer Vielzahl internationaler Festivals und Meisterkurse teilgenommen, darunter das Bruckner-Berlioz-Strawinsky Conducting Festival mit dem Philharmonischen Orchester von Ruse, das Blue Danube Opera ConductingFestival mit der Staatsoper von Burgas, das Schlern International Music Festival in Italien sowie das Philharmonische Kammerorchester Berlin mit dem Litauischen Staatssinfonieorchester. Darüber hinaus hat er bedeutende Festivals und Projekte mit der Orquestra Gulbenkian in Portugal, binationalen und multinationalen Orchestern in der Schweiz, Portugal, Spanien und weiteren Ländern geleitet, was seine internationale Reichweite und künstlerische Vielseitigkeit unterstreicht. Er wurde 2023 als einer der Gewinner des internationalen Dirigentenfestivals in Düsseldorf ausgezeichnet.
Seine Dirigate führten ihn bereits nach Europa, Afrika und Amerika, darunter Länder wie Italien, Russland, Belgien, Tschechien, Brasilien, Kolumbien, Deutschland, Österreich, Portugal, Angola, Finnland, Litauen, das Vereinigte Königreich, Bulgarien und Mosambik, unter anderem. Als Gastdirigent wird er regelmäßig eingeladen, mit Orchestern weltweit zu arbeiten, wodurch er klassische Musik einem internationalen Publikum zugänglich macht.
Neben seiner Tätigkeit als Dirigent verbindet José Jesús Olivetti sein künstlerisches Wirken mit sozialem Engagement. Über die von ihm gegründete Olivetti Foundation realisiert er Projekte zur Förderung junger Talente, darunter der internationale Wettbewerb Tocar y Luchar, die nachhaltige Unterstützung von Orchestern in Angola und Mosambik sowie Fortbildungen und Fachvorträge für Musiker und Pädagogen in Medellín, Kolumbien. Zusätzlich entwickelte er das Projekt Meet the Community, das als Brücke zwischen den von ihm geleiteten Orchestern – sowohl als Dirigent eingeladen wie auch als künstlerischer Leiter – und den regionalen Musikschulen und jungen Musikerinnen dient. Ziel ist es, interkulturelle, musikalische und künstlerische Austauschprojekte zu schaffen und jungen Musikerinnen die Möglichkeit zu geben, die Arbeit und das Leben innerhalb eines professionellen Orchesters kennenzulernen. Die Stiftung entwickelt fortlaufend neue Projekte, um junge Menschen weiterhin durch Musik, Kultur und Kunst zu inspirieren und zu fördern.
Olivetti absolvierte sein Studium am Leopold Mozart College of Music der Universität Augsburg, wo er als Dirigent bei Professor Maurice Hamers und als Geiger bei Professorin Senta Kraemer studierte. Er ist Stipendiat der Theodor Rogler Stiftung in Deutschland und der Elena Probst Stiftung in der Schweiz.
Derzeit ist José Jesús Olivetti Musikdirektor des Philludiker Orchesters München, des Bodensee Ärzteorchesters und des Garchinger Sinfonieorchesters sowie Erster Gastdirigent des Geração Symphony Orchestra in Portugal. Zudem ist er Geiger des Seraphin-Ensembles München und der Münchner Kammerphilharmonie Dacapo. Seine Tätigkeit als Dirigent und Musiker umfasst regelmäßige Einladungen zu Gastdirigaten und Projekten in verschiedenen Ländern, wodurch er klassische Musik einem internationalen Publikum zugänglich macht und zugleich junge Talente inspiriert und fördert.